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SebastiAn – Remixes

 SebastiAn - Remixes

 

Es ist so weit, ein Album was ich vor kurzen gehört habe wird in diesem Block präsentiert. Dies ist ja der eigentliche Sinn dieses Blog´s. 

 

SebastiAn – Remixes: Wow!! Ein 1981 geborener Franzose namens Sebastian Akchoté der bei dem Daft Punk Label „Ed Banger Records“ untergebracht ist. Bekannt wurde er 2005 mit den EPs „H.A.L.“ und „Smoking Kills“. Ansonsten ist mir leider über die Vergangenheit dieses jungen Künstlers nichts bekannt. Habe zufällig mal gelesen das er schon als Kind jede Menge Synthesizer besaß und diese natürlich auch benutzte. 

 

Schließlich kam 2008 dieses Album auf den Markt. Ein Muss für jeden Musikliebhaber. Moderner Elektronischer Sound, bekannt aber doch frisch und wunderbar verspielt. Natürlich lässt sich eine gewisse Nähe zu seinen Label Kollegen wie „Justice“ oder „Mr. Oizo“ nicht abstreiten wodurch der Sound doch vertraut klingt. Bin mir aber sehr sicher das der eine oder andere Kollege beim Produzieren ab und zu dabei war. Eine Stärke SebastiAn´s ist, dass er es wie kein anderer versteht diesen Elektronischen Sound, mit Sounds aus der Metal Welt zu mischen. Jeder der schon mal gesessen ist und selbst Musik komponiert hat, weiß wie schwer es ist diese zwei Welten vernünftig zu vereinen. Auf diesem Album befindet sich als Beispiel ein Remix von der „Rage Against the Machine“ Nummer „Killing in the name“. Damit ist es ihm gelungen beide Lager anzusprechen. Diese Version ist tragbar für Elektroniker die gerne Tanzen und es lässt sich genau so gut dazu Bangen und zusätzlich kann sie ein DJ auch in sein Set einbauen. Er spielt das original Stück und legt extrem fette Drum Sounds darüber. Diverse Cut- und Soundeffekte verleihen dem Ganzen den Groove damit das auch in einem Club funktioniert. 

Weiters möchte ich die (leider nicht auf dem Album inbegriffene) Nummer „Dog“ erwähnen. Mir fällt es, besonders bei moderner Musik, schwer zu sagen was das jetzt wirklich für ein Musikstil ist. In diesem Fall kann man sagen Electro Metal! Ein extrem druckvoll klingendes Gitarrenriff, darüber ein schön gerader Beat und eine Stimme wo man nicht weis ob der Sänger gleich gekillt wird oder selber töten wird. Ich persönlich habe noch kein anderes Lied gehört was die Welten von Electro und Metal so perfekt vereinigt hat. Falls jemand ein anderes Beispiel dafür hat, soll er/sie es mir bitte zukommen lassen…

 

Aber natürlich gibt es auf „Remixes“ nicht nur was für härtere Gemüter. Es befinden sich jede Menge kreative Techhouse (Stil??) Nummern darauf, die zum shaken und zum Träumen einladen und die Synth Sounds sägen, hämmern und kitzeln in deinem Ohr herum.

„Fool for Love“, fängt an wie eine schöne Klavierballade und arbeitet sich schließlich vor in wild klingenden Techhouse und endet mit total zerstörten Vocals. 

Mit dem Remix von „Sexual Sportswear“ beweist SebastiAn eindeutig was in ihm steckt. Was er aus dem Track herausgeholt hat ist einfach unglaublich. Das Spiel zwischen den Drums und den Bass lässt den Gehörgang schnurren wie eine Katze die viel Groove hat. Dazu eine Streicherlinie die dich Glauben lässt das alles auf dieser Welt doch irgendeinen Sinn haben muss. (Vergleiche die Streicher mal mit „Phantom Pt. 2“ von „Justice“ ;-))

 

Tja, ich hoffe ich kann irgend jemanden dazu Anregen sich dieses Album zu besorgen und sich von ganz vorne bis ganz hinten „Remixes“ hinzugeben. (ist schließlich auch der Sinn eines Albums). Also ohne „nächster Track“ usw.. Ich verspreche es ist eine faszinierende Reise. Tanzen und Bangen erlaubt!!