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QueenAdreena – Djin

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Hallo, an die Leserscharr!

Da es mir in letzter Zeit besonders schwer fällt etwas elektronisches zu finden, was mich hellauf begeistert, präsentiere ich wieder mal Gitarrenmusik der rockigen Variante und zwar von einer der geilsten „Rock“ Bands as ever. Die Rede ist von „QueenAdreena“. „Wer ist denn das?“, werden sich jetzt viele denken. Mir ging es nicht anders bis ich einen Song auf einem uralt Sampler aus dem Jahre Schnee gefunden habe. Dieser Song namens „I adore you“ führte dazu das ich mir alles von QueenAdreena zulegte was ich finden konnte (was dann eh alles war).

Also, QueenAdreena ist eine Formation aus London rund um die genial, gestörte Sängerin Katie Jane Garside und dem gezeichneten Gitarristen Crispin Gray. Die beiden spielten schon mal gemeinsam in einer Band namens „Daisy Chainsaw“ veröffentlichten ein Album das sich auch halbwegs verkaufte und Katie Jane begann daran zu zerbrechen. Daraufhin zog sie sich irgendwohin in den Norden, in die Wälder zurück und machte dort sicher nichts heiliges, denn schließlich begegnete ihr Princess Adreena und diese machte sie zur Königin. Deswegen „QueenAdreena“. Neben diversen verwunderlichen Ereignissen, lernte Katie Jane aber auch in dieser Zeit vernünftig zu singen wie sie erzählt. Jahre später bekam sie von Crispin Gray wieder ein Angebot mit ihm in einer Band zu wirken und trotz anfänglicher Skepsis willigte sie ein und angeblich ab der ersten Probe war dann alles klar. Untergekommen sind sie bei einem asiatischen Label (Imperial Records). Es gibt bis jetzt 6 Alben dieser Band und ich stelle euch das 2008 in Japan erschienende Album mit dem klingenden Namen „Djin“ vor. Leider gibt es dieses Album nur am asiatischen Markt zu kaufen.

Tja, da beginnt es mal mit „Year of You“. Gleich bei diesem Song merkt man was gute Rock Musik braucht. Leute die irgend einen bösen Schaden haben und das gibt es ja in dieser musikalischen Sparte leider heute viel zu wenig. Ein total lässig daher gespielter Beat wo du fast denkst das der Drummer gleich vom Hocker fliegt. Dann fängt KatieJane zu singen hat. Sie hat ein Organ das sich durch jedes Frequenzgewirr durchkämpft und einfach nicht zu überhören ist. Sie klingt wie eine junge Bitch die jede Nacht eine exzessive Erfahrung durchlebt (sie sieht auch so aus) und doch ist sie schon 42. Sie ruft und leidet. Herrlich!

Weiter geht es mit „Angel“. Ein beinahe Rock/Pop Song der während des Refrains zum mitsingen einlädt. Funktioniert sicherlich hervorragend auf jedem Konzert.

Spätestens bei dem Song „Killer (Tits)“ beginnt man als heterosexueller und durchgeknallter Mann geil auf KatieJane zu werden. Wenn sie im Refrain beginnt mit „You said i was the only one to bring you out that way“ hört man wunderbar wie kaputt diese Frau ist. (kommt schon oft vor, ich weis, aber seht euch mal Interview´s mit ihr an…) Noch dazu schreit sie sich die Seele aus dem Leib wie ich es bei keiner Sängerin jemals zuvor gehört habe.

Dann geht es los mit dem langsamen, hypnotischen „Night Curse“. Ein eintöniges aber nicht langweiliges Stück, wo uns zu verstehen gegeben wird das sie keine Ahnung hat was sie tun soll und hofft das es jemand anderes weis. Viel Glück an dieser Stelle! 😉 Jedenfalls ist man spätestens bei diesem Song hin und weg.

Und plötzlich geht es weiter mit „Lick“. Seit vielen Jahren wurde nicht mehr so ein geiler Rock Song komponiert! Ohne viel technisches Schnick/Schnack. Einfach „Let´s play Rock n´Roll!!!. Und der Seufzer am Ende bleibt auch im Ohr 😉

Alles im allem, kann man hier von einem einfach genialen Rock Album sprechen das die Welt gebraucht hat. Ich bin eine Person die sich mit weiblichen Stimmen oft schwer tut, speziell im Rock Bereich, aber Katie Jane Garside hat mich eines besseren belehrt. Sie schreit, brüllt, flucht und ist äusserst unanständig. Ihre Bühnenshow verdient den Titel „Legendär“. Ständig in einem durchsichtigen BabyDoll Kleidchen, ihre Brüste blitzen ständig hervor (genauso wie ihre ab und zu unrasierten Achseln, iiieehh!!), sie tanzt gerne um einen Sessel, räckelt sich darauf herum und gönnt sich die ganze Zeit über größere und kleinere Schlücke Wein. Rock n´Roll eben.

Prinzipiell, empfehle ich jedem der Rock Musik mag, sich dieser Band hinzugeben. Jedes Album kann ohne weiteres gekauft und durchgehört werden. Vielleicht verfällt noch jemand anderer dem Charme dieser Band. Let´s Rock!!!